Vorbereitung

Wer denkt, man könne eine Fernwanderung wie unsere ohne besondere Vorbereitung in Angriff nehmen und aufs Geratewohl losstürmen, irrt sich. Gute körperliche Verfassung ist Voraussetzung, genügt aber nicht,denn 8 bis 9 Stunden Fußmarsch am Tag wollen antrainiert sein. Es empfielt sich, im Vorfeld längere Wanderungen (etwa 30 km mit einigen 100 Höhenmetern) zu machen. Man sollte sich auch 2 Tageswanderungen unmittelbar hintereinander vornehmen, damit kann man testen, ob man sich über Nacht genügend erholt, um am nächsten Tag eine ähnlich herausfordernde Strecke zu meistern. Bei Möglichkeit sollten diese Wanderungen auch bei schlechten Witterungsverhältnissen gemacht werden, damit man sich an wechselnde Bedingungen gewöhnt; auf einer mehrwöchigen Fernwanderung kann man halt nicht dauerhaftes Idealwetter erwarten.

Die Wanderkleidung, besonders die Schuhe sollten in der Vorbereitung länger getragen werden, damit man auf der Fernwanderung nicht unliebsame "Reibereien" bekommt, die besonders im Schuhbereich Blasenbildung verursachen könnten. Auch der Rucksack sollte im Vorfeld öfter getragen werden und das mit dem voraussichtlichen Gesamtgewicht, das nicht höher als 10% des Körpergewichts sein soll.

Verpflegung

Unsere Fernwanderung führt meist durch bewohnte Gegenden, sodaß man unterwegs Verpflegung kaufen kann, den Rucksack mit Lebensmitteln aufzuladen macht wenig Sinn. Überhaupt sollte man unterwegs keine größeren Mahlzeiten zu sich nehmen; kleine Snacks und etwas Obst sind besser angesagt. Wichtig ist aber der Trinkvorrat, am besten Wasser, vielleicht mit etwas Elektrolythzusatz. Einen Trinkbecher dabei zu haben ist auch ratsam, damit man unter Umständen auch Wasser direkt aus der Quelle entnehmen kann.

Unterkunft

In der Regel übernachtet man in Landgasthöfen oder kleineren Hotels. In der Etappenübersicht sind auch Unterkünfte aufgelistet, die voraussichtlich erholsame Übnachtungen (auch mit Halbpension) zu einem erschwinglichen Preis bieten; da man ja nur für eine Nacht Gast ist, wird meist ein Kurzurlaubsaufschlag verlangt.

Verschiedenes

Auf der Fernwanderung will man wahrscheinlich auch Land und Leute kennenlernen. Es empfielt sich deshalb unterwegs mit den Bewohnern der durchwanderten Gegend in Gespräch zu kommen. Die meisten Menschen plaudern gerne am Wegesrand und man erfährt so gar manches über den Ort und seine Bewohner.

Nicht vergessen sollte man, auch Fotos auf der Wanderung zu machen und bei Möglichkeit ein kleines Tagebuch zu führen. Schließlich will man sich ja auch nach der Wanderung an Menschen, Ortschaften und Ereignisse erinnern.

Noch ein wichtiger Hinweis: Allein sollte man Wanderungen, insbesondere Fernwanderungen, nicht unternehmen. Zu zweit oder in der Gruppe ist man besser abgesichert und wenn's haarig wird und an die Reserven geht, gilt auch hier: geteiles Leid ist halbes Leid.

Und wenn's Weiterwandern unsagbar schwer wird, weil man Schmerzen hat oder einfach nicht mehr die nötige Kraft hat, sollte man auch den Mut und die Einsicht haben, abzubrechen. Man kann ja im nächsten Jahr die verbleibenden Etappen erwandern. Und wenn man nicht die Zeit für die ganze Strecke hat, kann man die Fernwanderung auch auf mehrere Jahre verteilen (beispielsweise jewils 8 Etappen auf 3 Jahre).

Mehr Infos

Wer weitere Infos über die Fernwanderung von Bozen nach Wien (oder umgekehrt) erfahren will, schreibe mir eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder rufe mich einfach an (Rufnummer +39 335 6957 038).

Luis Kompatscher