Zu Fuß von Bozen nach Wien

 

Wenn jemand, auch in ältren Tagen,
einen langen Marsch will wagen,
da sollt' ihm kommen in den Sinn:
wie wär's denn da mit Bozen - Wien?
Dazu sei auch ganz kurz belehrt:
ebenso ging's umgekehrt.
Die Gründ für solch ein langes Wandern
sind aufgezählt hier unter anderm.

 

Erstens verläuft der Gehbereich
durch Südtirol und Österreich,
das ist wohl in Berg und Tal
schönste Landschaft überall.

Zweitens nimmt man sich die Zeit
kenn'zulernen Land und Leut;
im schnellen Tripp auf Autobahn
man wahrlich das nicht machen kann.

Dann drittens weiß man obendrein:
gesund soll die Bewegung sein;
und wenn sie dieses Ausmaß hat
wird auch am Leibesfett genagt.

Und viertens spürt man nach der Tat,
daß Großes man geleistet hat;
und damit kommt sogleich ins Spiel
ein besseres Selbstwertgefühl.

Denn wer will diesen Tripp bestreiten
muß ordentlich sich vorbereiten.
Was keinesfalls man machen soll
ist starten aufs Geratewohl.

Auch sei man richtig ausgerüstet:
hier ist das Rüstzeug aufgelistet.
Wer falsche Ausrüstung bestellt
sich wochenlang beim Wandern quält.

Eines ist noch zu benennen,
die Strecke sollte man gut kennen:
Etappenlänge und -profil
sowie die Gehzeit, wenn man will.

Zum Schluß will abgeraten sein,
die Tour zu machen ganz allein.
Entwickelt sich die Tour zur Plag,
Dann bricht man sie ganz einfach ab.

 

am Wiener Stephansdom
Wir beide haben zwei Mal schon 
geschafft die Tour zum Stephansdom
und waren wirklich sehr begeistert
wie wir den langen Weg gemeistert.
Viel Schönes konnten wir erleben,
sodaß wir nochmals danach streben
nach Wien zu gehn auf Schusters Rappen;
mit etwas Glück wird es wohl klappen.

Sollte es noch welche geben
die wollen diesen Trip erleben,
dann wünschen wir dabei viel Spaß,
für Kondition das richt'ge Maß,
und es sei dann noch viel netter
wenn's auch gibt passables Wetter.



im Bild unsere Ankunft am Wiener Stephansdom im Juli 2015